Das grosse Stillleben

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Künstler/in: Klaus Littmann

Umsetzung durch Smokeball

Ein Nachbau eines bestehenden Warenhauses aus Südfrankreich mit einer sehr spannenden Geschichte. Die Aufgabe war es, die ganze Warenhausstruktur, wie Wände, Decken, Schaufenster, Büro, Türen, Fenster in Segmenten nachzubauen. Der Laden wurde originalgetreu mit allen Details im Museum Tinguely wieder eingerichtet.

Die Ausstellung Das grosse Stilleben – Le petit Grand-Magasin - präsentiert ein Warenhaus aus Mugron in Südfrankreich, das nach seiner Schliessung rund 30 Jahre praktisch unverändert überdauert hat. Das grosse Stilleben rückt damit die Alltagskultur und die uns umgebende Warenwelt in ein neues Licht. Es wird zum Arsenal der Erinnerung und zur Hieroglyphe der Konsumgesellschaft. Jean Tinguely wie auch Kurt Schwitters (dessen Werke parallel dazu im Museum Tinguely gezeigt werden) haben ihre Kunst unter Einbezug dieser Alltagswelt gestaltet. Die Installation – eine Koproduktion von Littmann Kulturprojekte und dem Museum Tinguely – erinnert an die Ausstellung Neuer Supermarkt von Guillaume Bijl in der Galerie Littmann 1990. Während dort jedoch ein Künstler einen neuen Supermarkt in der Galerie installierte, ist Das grosse Stilleben authentisch bis ins Detail. Nur einige verderbliche Waren wurden neu beschafft, alles andere stammt aus dem Warenhaus in Mugron. Die Ausstellung folgt somit also den Worten Andy Warhols, der 1985 – damals war das Warenhaus bereits acht Jahre geschlossen – sagte: «Schliess heute ein Warenhaus zu, öffne die Tür nach hundert Jahren, und du hast ein Museum moderner Kunst. Text Klaus Littmann Ausstellung Museum Tinguely Basel

 

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